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89 Jahre sind vergangen,
seitdem im
Raum Ostenfelde das ländliche Reiten vereinsmäßig
organisiert wurde. Im Jahre 1920 hatte der
unvergessene Gustav Rau landesweit die Anregung
gegeben, ländliche Reitervereine zu bilden. Vor allem
junge Bauernsöhne waren es, die dem Ruf folgten,
Sie entdeckten ihre Freude am Reitsport und die
Liebe zum Pferd. |
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Biwaks, Turniere und Fuchsjagden
bildeten jeweils
die Höhepunkte im Verlauf eines Jahres. Nun liegt es
auf der Hand, dass die Reiter, für die ihr Sport die
herrlichste Nebensache auf dieser Welt war, für die
das Pferd aber stets als Hauptaufgabe die Bestellung
des Ackers war, kaum Zeit hatten, genau Buch zu
führen und Akten anzulegen über die Vereins-
geschichte. So ist manches nur mündlich überliefert,
vor allem über die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. |
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Fest steht, dass der
Reitsport nach Ostenfelde
von den benachbarten
Lettern importiert wurde.
1925 wurde der Zucht-,
Reit- und Fahrverein
Ostenfelde-Lette
gegründet. Erster
Vorsitzender wurde Alois
Remminghorst aus Lette. |
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Zu den ersten Mitgliedern
zählten Theodor Mittrup-
Niehoff aus Ostenfelde,
Heinrich Horstmann aus
Westkirchen, Anton |
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Schulze-Weppel aus |
Oelde-Altenfelde,
Alfons Westarp, Willi Tiggemann
aus Oelde, Josef Ferenstuckstedde, Johann Rembrink
aus Lette, Hubert Kobrink aus Lette, Hubert Westarp,
Franz Ellendorf, August Erlemann, Bernhard Reploh,
Heinrich Wissling, Theodor Kottenstedte und Heinrich
Menke aus Lette. |
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Der erste Reitlehrer des Vereins
war der Gestüts-
wärter Hermann Kamper. Als Reitplatz erkoren sich
die jungen Reiter ein Gelände auf dem Landhagen. |
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Die Mitglieder des Reitervereins
ritten fast
ausschließlich ihr eigenen Pferde, die werktags in der
Landwirtschaft arbeiteten und sonntags bei der
Gestaltung der Freizeit treue Kameraden wurden.
Schon in der ersten Hälfte der Vereinsgeschichte
wurden eigene Turniere organisiert, und der Kontakt
zu benachbarten Vereinen wurde immer mehr
vertieft, so dass es alljährlich zu sportlichen
Vergleichen kam, auf denen die Ostenfelder
zahlreiche Erfolge an ihre Fahnen heften konnten.
Ende der 40iger bis Anfang der 50iger Jahre konnte
der Reiterverein die Kreisstandarte in Folge erringen. |
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In den Jahren
nach 1933
wurde die Vereinsarbeit sehr
erschwert, da die neuen
Machthaber selbst das Reiten in das verderbliche Labyrinth
ihrer Weltanschauung
einbezogen. Vollends erlag
der Reitsport während des
Zweiten Weltkrieges.
Sämtliche reitsport-
begeisterte Bauernsöhne
wurden eingezogen, viele
von ihnen sind aus dem Krieg
nicht mehr heimgekehrt.
Auch vor den Pferden machte
die Mobilmachung nicht Halt. |
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Alte Bekannte aus
vergangenen Zeiten.
Von links:
Dressur-Bundestrainer
Willi Schultheis,
ehemals Reitlehrer
aus Ostenfelde,
Ehrenvorsitzender
Heinrich Horstmann
und Vorsitzender
Bernhard Pohlmann |
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An dieser Stelle allen gefallenen
und verstorbenen
Mitgliedern des Reitervereins ein ehrendes
Angedenken. |
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1945 konnte selbstverständlich
die Vereinsarbeit
nicht sofort wieder aufgenommen werden. Der gute
Pferdebestand war zurückgegangen und man hatte
zunächst andere Sorgen, als reitsportliche
Veranstaltungen auszurichten. |
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(Hier
erfahren Sie mehr über unsere Vereinsgeschichte) |
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Ein Glücksfall
als Basis |
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